Freier Waldorfkindergarten Schwetzingen

Erlebnistage

Abschiedsfest

Die Großen, die im Herbst eingeschult werden, haben ihr eigenes Abschiedsfest, an dem sie all ihre gearbeiteten Dinge wie Flötenbeutel, Schwert und Kartenständer mit nach Hause nehmen dürfen und von den Kindergärtnerinnen ein „Gesellerchen“ mit auf ihren Lebensweg bekommen.

Geburtstage

Geburtstage sind ein ganz besonderes Ereignis in unserem Kindergarten. Das Geburtstagskind wird am Morgen mit einem Lied begrüßt. Zum Frühstück gibt es an diesem Tag ein ganz besonderes Essen, das sich das Kind wünschen darf: Butterbrezeln oder Pizza oder Spaghetti – je nach Geschmack. Der Tisch wird festlich geschmückt, Kerzen in entsprechender Alterszahl angezündet und alle Kinder haben ein Geburtstagsbuch gemalt. Wir singen ganz speziell für das Geburtstagskind, das steht in der Mitte des Kinderkreises steht. Es hat den Geburtstagsumhang um und die beliebte Geburtstagskrone auf dem Kopf – ein wichtiger Moment. Ein Geburtstagsreigen mit dem Öffnen des Geschenkes am Geburtstagstisch und die für jedes Kind individuell gestaltete Geburtstagsgeschichte rundet den Geburtstagsmorgen ab.

Die Waldtage

Jedes Jahr im Mai beginnen die Waldtage. Immer am Montag gehen je zwei Gruppen gemeinsam, alle Erzieherinnen und einige Eltern in den Oftersheimer Wald. Wir treffen uns dort und laufen gemeinsam zu einer Hütte, um dort erst einmal zu frühstücken. Nach einer guten Stunde, die wir essend und spielend verbringen, geht es weiter und tiefer in den Wald, bis zu unserem „Loch“: ein bezaubernder Ort inmitten der Wildnis zwischen hohen, verträumten Bäumen. Dort verweilen, spielen, bauen und klettern wir, bis zur Mittagszeit. Anschließend marschieren wir zurück. Die Eltern holen ihre Kinder müde, aber glücklich am vereinbarten Treffpunkt ab.

Ausflüge

Neben den Waldtagen finden übers Jahr verteilt einige schöne Ausflüge statt.
Im Mai gibt es den Wandertag zum Königstuhl. Natürlich dürfen auch Eltern und Geschwister mit. Wir treffen uns am Märchenparadies und wandern von dort aus mit Bollerwagen und mitgebrachten Leckereien und Getränken im Rucksack durch den Waldlehrpfad. Dort gibt es Klanghölzer, einen „echten Königstuhl“ (aus Steinen gebaut), Balancierhölzer und vieles mehr. Am Ende des Weges kommt eine große Wiese mit einem Spielplatz, Kletterturm und vielen Schattenbäumen. Dort wird gegessen, alte und neue Spiele mit den Kindern gespielt und selbstverständlich erzählt, gelacht und getobt.

Ein sehr beliebter Ausflug ist das Drachenfest im September,  wo die Kinder ihre selbstgebastelten Drachen hinter sich herziehen und Eltern mit selbstgebackenem Apfelkuchen und Saft für das leibliche Wohl sorgen. Mit Bollerwagen und Taschen ziehen wir dann los und sammeln Kastanien, Blätter und andere Schätze des Herbstes.

Kind und Hund

Aila ist eine Magyar Vizsla-Hündin und wurde am 18.Mai 2010 geboren. Sie kam mit 11 Wochen zu uns und ist seit September 2010 fast täglich im Kindergarten. Ihr Kuschel-körbchen steht im Büro und jeder, der hereinkommt,  wird freudig begrüßt. Aila bellt so gut wie nie, ist sehr klug, neugierig,  flink und schnell und total verschmust. Sie freut sich sehr über die Kinder und ab und zu gibt es einen feuchten Nasenkuss von ihr. Morgens will sie nicht ins Körbchen, bevor sie nicht in jedem Raum „guten Morgen“ gesagt hat und einige Leckerlis erhält.

Regelmäßig kommt die Hundetrainerin Silke Nettkau (www.hundeschule-mannheim.de) zu uns und dann gibt es für die Vorschulkinder das sehr beliebte „Aila-Training“. Hier lernen Kinder und Hund miteinander um zu gehen. Aila hat große Freude an den Übungen wie „sitz“ „platz“ oder „bleib“, sie dreht sich im Kreis oder rennt im Slalom um die Kinder und zwischen deren Beinen durch. Die Kinder erfahren ihre Selbstwirksamkeit, wenn sie erleben, dass Aila auf ihre gegebenen Kommandos folgt; sie erproben ihren Mut, wenn der wuselige Hund auf sie zu saust und man fest stehen bleiben muss, um ihn zum Sitzen zu bringen. Stolz sind die Kinder, wenn Aila schön brav „bei Fuß“ geht und freudig geben alle ein Leckerli zur Belohnung

Ein schwedisches Forscherteam hat die positive Auswirkung von Streicheleinheiten ausführlich untersucht: liebevolle Berührungen fördern nicht nur die taktile Stimulation und Intelligenz, sondern sorgen für eine biochemische Reaktion im Körper durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das sogenannte „Kuschelhormon“. Das wirkt sich bei Tieren und Menschen gleich aus.

Aila hat gelernt, völlig stressfrei im Garten dabei zu sein, wenn alle Kinder da sind, sie lässt sich streicheln und manchmal stehen zehn Kinder um sie herum und wollen schmusen. Besonders zwischen den Ohren ist das Fell so weich…. Es ist es spannend zu erleben, wie selbst zarte und ängstliche Kinder im Lauf der Zeit Sicherheit gewinnen und dieser fröhliche, wuselige und verschmuste Hund unser aller Leben ein kleines Stückchen bereichert hat.